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Interview mit Stephi Siebert, Gründerin der Voice Factory

"Singen ist Hochleistungssport"

 

Special:


CastingPartner im Interview mit Stephi Siebert
- Coach von Vanessa Jean Dedmond
Finalistin bei DSDS

Stephi Siebert verrät CastingPartner
Tipps und Tricks der Vokalisten und
Neues über Vanessa

CP: Was ist alles erforderlich für einen Star-Gesang?

Stephi: In erster Linie Persönlichkeit und eine gute Ausstrahlung. Da reicht nicht ein hübsches Gesicht. Und natürlich musisches Talent. Das Besondere, die eigene Note ist das was zählt.
Dazu ist eine fundierte Ausbildung ist superwichtig. Die Stimme funktioniert ja wie ein Musikinstrument und da braucht man ja auch etwas Zeit um es spielen zu lernen. Außerdem ist es wichtig „ökonomisch“ singen zu lernen – das heißt, ohne dass man heiser wird alles aus der Stimme rausholen zu können.
Der Körper muß für solch eine Belastung trainiert werden. Singen ist Hochleistungssport.

CP: Wie erkennt man sein Stimm-Talent?

Stephi: Das selbst zu erkennen ist eher schwierig. Viele kommen zu mir und wissen gar nicht, welches Potential in Ihnen steckt.
Das Wichtigste ist eigentlich die Leidenschaft für Musik. Richtig trainiert kann eigentlich jeder singen lernen. Wie weit der Einzelne dann in der Ausbildung kommt, ist erst nach einiger Zeit erkennbar.

CP: Wie geht es dann weiter und an wen wendet man sich?

Stephi: Suchen Sie sich eine Gesangschule oder einen Vocal-Coach, der Ihnen weiterhilft. Es gibt zwar viel Literatur und Übungs-CD’s die helfen aber ohne Coach auch nicht weiter. Wichtig bei der Auswahl des Coaches ist, dass Sie sich wohl fühlen. Er sollte die Musikrichtung, die Sie lernen wollt auch selbst singen können. Dabei ist nicht wichtig ob Ihnen seine Stimme gefällt, denn nicht jeder gute Sänger kann auch unterrichten. Nehmen Sie sich in einigen Abständen auf (MD/Videokammera) und beobachtet Eure Fortschritte.

CP: Wie kam Vanessa Jean Dedmon zum Gesang bzw. zur Voice Factory?


Stephi:
Eines Tages klingelte mein Handy und Vanessas Vater Russell Dedmon fragte mich verzweifelt, ob ich seiner Tochter helfen könne. Sie würde im Studio stehen und verzweifeln, weil Sie den Wünschen des Produzenten nicht entsprechen könne. Ich fragte, ob Sie denn keinen Vocal Coach hätte. Russell antwortete: „Ja klar, aber Ela hat den Unterricht aus privaten Gründen derzeit eingestellt und kann nicht weiterhelfen!“ Die Welt ist klein! Witzigerweise ist Ela eine ehemalige Schülerin der Voice-Factory. „Hmmm“, sagte ich,“ wann soll Sie denn wieder ins Studio?“ „Am Montag“, war die Antwort. „Hilfe, nur ein Tag später“, dachte ich und schlug Russel vor, Sonntags nach Frechen zu kommen. Dort haben wir dann vier Stunden gearbeitet. Dabei stellte sich heraus, dass Vanessa sehr schnell lernt. Mit ein paar Tricks und viel Spaß haben wir dann gemeinsam im Studio das Demo aufgenommen. Der Unterschied zum Vortag war verblüffend und alle Beteiligten überglücklich.

CP: War sie damals auch schon so ein Naturtalent?

Stephi: Oh ja! Besonders die Adlibs sind nur so aus Ihr rausgepurzelt. Allerdings hat Vanessa auch hart gearbeitet. Sie hat auch zu Hause viel geübt und zusammen haben wir Ihre Stimme und Ihren ganzen Körper trainiert.

CP: Gab es Highlights oder Tiefen ihrer gesanglichen Ausbildung?

Mit 15 gewann Vanessa in der Alexander Von Humbold Schule, Asslar, den 1. Platz beim Gesangswettbewerb und wurde damit zum Superstar für Asslar!
Mit 16 meldete Sie sich zum Casting der 2. Staffel von DSDS an, und kam unter die letzten 90 von 20500 Teilnehmern.
Vanessa ist zufrieden mit Ihrem Erfolg, merkt aber, dass Sie noch Defizite hat und beschließt noch härter an sich zu arbeiten.

CP: Welche Songs / Musikrichtung singt Vanessa am liebsten?

Stephi: Soul und R&B, z.B. Alicia Keys oder Balladen von den PopDiven: Mariah Carey, Whitney Houston

CP:
Wie enstand die Idee zur Voice Factory?

Stephi: In Deutschland ist es sehr schwierig einen guten Vocal-Coach für Rock/Pop/Jazz Gesang zu finden. Die meisten Coaches haben eine klassische Ausbildung. An den Hochschulen gibt es bisher noch keine Möglichkeit Pop/Rock/Funk and Soul zu studieren. Nur einige wenige Privatschulen bieten dies an. Ich habe selbst lange nach einem guten Stimmbildner suchen müssen. In der Nähe gab es einfach keinen. Ich bin also 350 km gefahren um meine Ausbildung zu machen. Das hat sich allerdings gelohnt!
Mir hat meine eigene Ausbildung auch persönlich viel gegeben – über den Gesang hinaus! Das Arbeiten mit Menschen und Musik hat mich glücklich gemacht. So entstand der Wunsch eine eigene Schule zu gründen.

CP: Seit wann gibt es die Gesangsschule?

Stephi: Voice-Factory gibt es seit 1998. Gegründet wurde sie in Giessen. Die weiteren Standorte wie z.B Frechen sind allerdings erst später dazu gekommen.

CP: Was lernt man in der AusbildungVo?

Stephi: Unser Konzept ist etwas anders als bei vielen anderen Musikschulen. Wir haben uns auf Stimme spezialisiert und arbeiten in Bühnen/Studioatmosphäre. Unsere Schüler arbeiten sofort auf der Bühne mit Beleuchtung, Mikrophon und PA. Sobald ein Schüler „bühnenreif“ ist, tritt er bei unseren regelmäßigen Konzerten auf. So ist es für sie nach kurzer Zeit absolut normal vor Publikum zu singen.


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